PRESSE-ECHO



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Italienische Opernnacht


Freitag, 10. August 2007, im Stadttheater Rüsselsheim

Konzertchor Darmstadt,
Ekaterina Melnikova (Sopran), Michail Agafonov (Tenor), Theodor Carlson (Bariton),
Radio-Sinfonie-Orchester Sofia
Ltg.: Wolfgang Seeliger

„...Der gemischte Chor bereicherte den Abend ganz maßgeblich...Drei hochkarätige Solisten brillierten in Auszügen aus dem „Otello“...Der Amerikaner Theodor Carlson verkörperte eindrucksvoll den boshaften Charakter des Jago...Das Radio-Sinfonie-Orchester Sofia, dirigiert von Wolfgang Seeliger, spielte vor ausverkauftem Haus...Die besondere Qualität der Solisten ermöglichte es, äußerst anspruchsvolle Szenen und Arien ins Programm dieses Abends aufzunehmen. ..Die Stretta aus „Il Trovatore“ ist für jeden Tenor auch technisch eine echte Herausforderung. Nach Zagovecs Vorankündigung, es handele sich dabei um ein Applaus- und Dakapo-Stück, musste Agafonov es direkt noch ein zweites Mal singen, nachdem er das hohe C am Ende so gut getroffen hatte.“
Rhein Main Presse, 13. August 2007


„Wie eh und je war das Stadttheater am Freitagabend ausverkauft und die Besucher erlebten einen Opernabend, der aufgrund der ambitionierten, anspruchsvollen Programm-Konzeption und der herausragenden musikalischen Qualität zum Besten gehörte, was auf diesem Gebiet seit langem angeboten wurde. Abweichend von der oft gängigen Verabreichung von allseits bekannten, leicht verdaulichen Schmankerln aus der italienischen Opern-Küche hielt das Programm der diesjährigen „Italienischen Nacht“ neben den vertrauten Ohrwürmern auch auffallend schwere Kost und damit gewinnbringende Einblicke in seltener zu hörende Werke bereit...Die spannungsreiche Wiedergabe betonte sowohl das apokalyptische Tosen wie auch die fahl-verhaltenen Züge dieses Sturm-Bildes...Die Nachtstimmung des Liebesduettes Otello-Desdemona, orchestral sublim gezeichnet mit warmem Cellogesang, zarten Streicher-Tremoli und glitzernden Harfentupfern, und die Wucht des Rache-Duettes Otello-Jargo waren große Momente lyrischer und dramatischer Opernkunst...Michail Agafonov durfte – nachdem der gut aufgelegte Moderator Rainer Zagovec und Wolfgang Seeliger das Publikum launig animiert hatten, lautstark eine Zugabe forderten – seine strahlenden hohen Cs gleich im Doppelpack schmettern. Der Tenor schien über schier unbegrenzte stimmliche Reserven zu verfügen: So brillierte Agafonov zum Abschluss des Opernabends gemeinsam mit seiner Partnerin Ekaterina Melnikova...Das eigentliche stimmliche Ereignis dieser „Italienischen Nacht“ war freilich Theodor Carlson...“
Rüsselsheimer Echo, 13. August 2007



Samstag, 11. August 2007, im Kurhaus Wiesbaden

Konzertchor Darmstadt
Nataliya Kovalova (Sopran), Michail Agafonov (Tenor), Theodor Carlson (Bariton),
Radio-Sinfonie-Orchester Sofia
Ltg.: Wolfgang Seeliger

„...Kraftvoll die Herrenriege schon in der Eröffnungs-Szene aus „Otello“, je mächtiger der Klang im Tutti, desto differenzierter agierten die Choristen...Unter den drei Solisten stach vor allem die ukrainische Sopranistin Nataliya Kovalova angenehm heraus...Warm timbriert konnte sie emotionale Tiefe nicht nur skizzieren, sondern ausleben...Theodor Carlson schließlich,(...), hatte satte Tiefe und kernig-düstere Färbung zu bieten, die er effektvoll einsetzte.“
Wiesbadener Kurier, 13. August 2007



Sonntag, 12. August 2007 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt

Konzertchor Darmstadt
Ekaterina Melnikova (Sopran), Ernesto Grisales (Tenor), Theodor Carlson (Bariton),
Radio-Sinfonie-Orchester Sofia
Ltg.: Wolfgang Seeliger


„Tenor Ernesto Grisales war es vorbehalten, die Residenzfestspiele um einen belcantistischen Glanzpunkt zu bereichern...
Als Grisales am Ende des wunderschönen Abends die Arie des Kalaf „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“ als Zugabe draufsetzte und damit das Ergötzungsbedürfnis der annähernd tausend Besucher befriedigte, hatte Grisales, ein wahrer Glücksfall, die Sympathie seines Publikums endgültig gewonnen...
Mit dirigentischem Geschick und scharfer Attacke führte Wolfgang Seeliger das Radio-Sinfonie-Orchester Sofia und den Konzertchor Darmstadt durch die Eingangsszene...
Der Konzertchor bewährte sich einmal mehr mit homogenem, dynamisch fein abgestuftem Chorklang....
Das gut disponierte Radio-Sinfonie-Orchester sorgte für eine zuverlässige Begleitung....
...Theodor Carlson, dessen kraftvoll-wuchtiger Bariton, sicher und klangschön durch alle Register geführt...
....bei dem sich alle Beteiligten, auch der kompetente Moderator Rainer Zagovec, vom begeisterten Mitklatschen des Publikums animiert, bereitwillig in die Verdische Champagnerseligkeit begaben.“
Darmstädter Echo, 14. August 2007